Fachanwalt für Strafrecht - Fachgebiete

Wirtschaftsstrafrecht

Im Bereich Wirtschaftsstrafrecht treffen mit den staatlichen Strafverfolgungsbehörden einerseits und den Akteuren des Wirtschaftslebens andererseits regelmäßig verschiedene Welten aufeinander. Was den Bereich außerdem interessant und anspruchsvoll macht ist die Verzahnung verschiedener Rechtsgebiete wie z.B. Strafrecht, Insolvenzrecht und Steuerrecht, die ggf. im Rahmen der Verteidigungsstrategie berücksichtigt werden müssen. Strafverteidigung in Wirtschaftssachen erfordert Forschergeist, Kommunikationsstärke und strategische Kompetenzen. Mehr über Wirtschaftsstrafrecht erfahren Sie hier (→)

Revisionsrecht

Gegen alle Strafurteile der ersten Instanz steht einem Angeklagten das Rechtsmittel der Revision zur Verfügung. Häufig ist es sogar das einzige Rechtsmittel und damit die einzige Chance, das Urteil aufheben zu lassen. Da es bei der Revision in Strafsachen um die Aufdeckung und Darlegung von Rechtsfehlern geht, muss die sogenannte Revisionsbegründungsschrift von einem Rechtsanwalt verfasst werden. Worauf es hierbei ankommt und wie das Revisionsverfahren abläuft erfahren Sie hier (→)

Medizinstrafrecht

Als Mediziner ist man von Berufs wegen nicht nur von besonderen strafrechtlichen Risiken bedroht. Man muss auch mögliche berufsrechtliche Konsequenzen eines Strafverfahrens im Blick behalten. Bei einem Straftatverdacht sind Sie am besten mit einem Strafverteidiger beraten, der es versteht, sein juristisches Know-how mit Ihrem medizinischen zu verbinden. Lesen Sie hier mehr über Medizinstrafrecht (→)

IT- Strafrecht

Mit dem technischen Fortschritt verändert sich auch das Strafrecht – auf der einen Seite entstehen immer neue Formen von Cybercrime, die mit immer neuen Strafgesetzen gebändigt werden sollen. Andererseits stehen den Behörden auch neuartige Ermittlungsmethoden zur Verfügung. In Strafverfahren rund um IT-Straftaten sollten Sie daher auf einen Verteidiger setzen, der immer up to date ist. Weitere Informationen zum IT-Strafrecht finden Sie hier (→)

Betäubungsmittelstrafrecht

Dass der Umgang mit Drogen verboten ist weiß jeder. In keinem anderen Bereich des Strafrechts gibt es allerdings eine solche Bandbreite der Sanktionen: während die Behörden und Gerichte auf geringe Mengen weicher Drogen häufig mit Verfahrenseinstellungen reagieren, kommen bei größeren Mengen oder “verbreitenden” Tatbeständen (wie Handeltreiben oder Abgabe an Minderjährige) schnell Freiheitsstrafen ohne Bewährung in Betracht. Fachkundige Beratung kann Mandanten im “BtM”-Strafrecht daher im wahrsten Sinne des Wortes Lebenszeit sparen. Lesen Sie hier mehr über die Straftaten des BtmG (→)

Sexualstrafrecht

Bei Sexualdelikten geht es meist um Sachverhalte aus dem persönlichen Intimbereich, die eine besonders behutsame Verfahrensführung erfordern. Andererseits sind die Strafandrohungen für Sexualstraftaten empfindlich und bereits die Einleitung von Ermittlungen kann gravierende soziale und berufliche Folgen haben. Sie sollten daher als Beschuldigter frühzeitig aktiv werden und auf einen Verteidiger mit entsprechende Ausbildung und Erfahrung setzen. Mehr über das Sexualstrafrecht erfahren Sie hier (→)

Körperverletzungsdelikte

Schutzgut der Körperverletzungsdelikte ist die körperliche Unversehrtheit. Zu diesen Delikten gehören etwa die fahrlässige und die gefährliche Körperverletzung. Während erstere nur ein Vergehen darstellt, das auch mit einer geringen Geldstrafe bestraft werden kann, reicht die Strafandrohung bei schwerwiegenden Fällen sogar bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe. Während man bei geringfügigen Körperverletzungen durchaus noch mit einer geringen Sanktion rechnen kann, kommen in schwereren Fällen oder bei Wiederholungstätern durchaus empfindliche Freiheitsstrafen in Betracht. Im letzteren Fall ist außerdem mit einem Eintrag im Führungszeugnis und ggf. darauf folgenden beruflichen Konsequenzen zu rechnen. Ein weiterer Aspekt, den ein erfahrener Strafverteidiger in die Verteidigungsstrategie einfließen lässt, sind mögliche Ansprüche des Verletzten auf Schadenersatz oder Schmerzensgeld.

Kapitalstrafrecht

Bei den sogenannten Kapitaldelikten handelt es sich um Tötungsdelikte, also Straftaten gegen das Leben wie Mord, Totschlag sowie anderweitige Delikte mit Todesfolge (z.B. Raub mit Todesfolge). Die Bezeichnung Kapitaldelikte kommt von “caput”, dem lateinischen Wort für “Kopf”. Das ist der Tatsache geschuldet, dass auf manche dieser Taten – etwa Mord und Totschlag – früher die Todesstrafe stand, sie den Täter also buchstäblich den Kopf kosten konnten. Auch wenn das längst Geschichte ist, findet sich in diesem Bereich auch heute noch die höchste Strafandrohung im deutschen Recht: die lebenslange Freiheitsstrafe für Mord. In jedem Fall droht bei Verurteilung wegen eines Kapitaldelikts eine längere Freiheitsstrafe, die nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Da das Urteil in solchen Fällen ganz erheblich auf den von Gericht festgestellten Tatsachen beruht, lohnt es sich immer, sich nicht einfach in sein juristisches Schicksal zu ergeben, sondern sich mithilfe eines Strafverteidigers aktiv an der Beweisaufnahme zu beteiligen.

Internationales Strafrecht

Dass Straftaten und Straftäter nicht vor Ländergrenzen halt machen ist jedem von uns klar. Strafrecht und Strafprozessrecht sind allerdings als grundlegende Teile des öffentlichen Rechts besonders nah am Kern staatlicher Souveränität. Anders ausgedrückt: Strafrecht ist auch im 21. Jahrhundert noch eine weitgehend nationale Angelegenheit. Strafverfahren mit Bezug zu anderen Ländern sind besondere juristische Herausforderungen. Das Zusammenspiel von Strafverfolgungsbehörden aus unterschiedlichen Staaten und die gegenseitige Anerkennung z.B. von Strafurteilen muss nämlich grundsätzlich zwischen diesen beiden Staaten geregelt sein, etwa durch einen völkerrechtlichen Vertrag. Gerade innerhalb der Europäischen Union bzw. des Schengen-Raums kommt es aber zunehmend zu einer Verdichtung und Vereinheitlichung der sogenannten internationalen Rechtshilfe in Strafsachen – so etwa im Bereich des Auslieferungsverkehrs, insbesondere seit Einführung des Europäischen Haftbefehls.

Jugendstrafrecht

Werden Jugendliche (14 bis 17 Jahre) oder Heranwachsende (18 bis 20 Jahre) einer Straftat beschuldigt, sind im Strafverfahren besondere Vorschriften anzuwenden. Insbesondere soll durch Anwendung des Jugendstrafrechts sichergestellt werden, dass die Strafe auf den jungen Täter vor allem erzieherische Wirkung entfaltet. Dieser Erziehungsgedanke soll auch verhindern, dass junge Menschen durch geringfügige strafbare Fehltritte diskriminiert und in ihrer weiteren Entwicklung gehindert werden. Dass im Jugendstrafrecht “gekuschelt” wird, ist allerdings nicht zutreffend: bei erheblichen Straftaten, z.B. bei schweren oder wiederholten Gewaltdelikten, können auch Jugendstrafen ohne Bewährung verhängt werden. Mithilfe eines Strafverteidigers kann sichergestellt werden, dass die Sanktion zumindest eine konstruktive Antwort auf die Straftat ist. Seit einer Reform 2019 haben Jugendliche und Heranwachsende übrigens in weitaus mehr Fällen Anspruch auf einen Pflichtverteidiger (→) als dies früher der Fall war. Es lohnt sich also, sich dahingehend beraten lassen, wenn man sich einem Jugendstrafverfahren stellen muss.